So war die Demo „Menschenwürde für alle, auch für die Schlachthofstraße“ am 18.12.2025

Sichtbarkeit schaffen für Menschen deren Rechte und Würde vom politischen System systematisch missachtet werden. Das stand für unser Bündnis am vorweihnachtlichen 18. Dezember im Rahmen der Beteiligung an der Demo „Menschenwürde für alle – Auch in der Schlachthofstraße“, auf der Agenda.

Mit der Demo trugen die engagierten Bewohner*innen der Notunterkunft Schlachthofstrasse Harburg ihren mutigen Protest gegen die menschenunwürdigen Unterbringungsbedingungen und die Forderung nach der Schließung des Camps erneut entschlossen und kämpferisch auf die Straße.

In Harburg besteht diese Unterkunft bereits seit einigen Jahren und gerät immer wieder in die Schlagzeilen, denn die politischen Verantwortungsträger*innen im Bezirk und im Senat verweigern systematisch eine verantwortungsvolle Lösungsfindung – diskriminierende Kommunikation und Umgangsweisen des Personals gegenüber den Bewohner*innen, keinerlei Privatsphäre aufgrund von Unterbringung in 12er Kabinen ohne Türen, marode Sanitäranlagen und unzureichende Hygienebedingungen, Massenduschen ohne jeglichen Schutzraum, gerade für Kinder und Frauen.
Diese unhaltbaren Zustände müssen beendet und diese Art der Unterbringungsformen von Menschen komplett abgeschafft werden!

Gemeinsam mit einem breiten Unterstützer*innenkreis der Geflüchteten aus der Schlachthofstraße, den Jusos, den Linken, den OMAS GEGEN RECHTS u.a., setzten wir einen Kontrapunkt zum vorweihnachtlichen Trubel, in dem leicht vergessen wird, dass soziale Musstände nicht ruhen, wenn in Hamburgs Innenstadt wohlig warme Lichter die Straßenzüge säumen.

Vom Hauptbahnhof, über die Mönckebergstrasse, zum Hamburger Rathaus, über die „Reichenmeile“ Neuer Wall bis hin zur Europapassage, skandierten wir laute, entschlossene und aufrüttelnde Sprechchöre: „ Say it loud, say it clear, refugees are welcome here“, „Abolish the camp“, oder „No border, no nation, stop deportation“, so nur einige wenige Statements mit denen wir den Stadtbesucher*innen den Spiegel vorhielten und sie gleichzeitig offen dazu einluden sich uns anzuschließen.

Frei nach dem Motto „Raus aus der Christmasbubble, rein in den Demosupport“, konnten wir auf dem Weg immer wieder neue Gefährt*innen gewinnen und in unserem Protest wachsen.
Trotz allem – Was für ein hoffnungsvoller Meilenstein auf der Jahreszielgeraden im Sinne einer wahren Weihnachtsbotschaft: „You never walk alone

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