Offener Brief an das Boutique Hotel Buchholz: Kein Raum der AfD!

Im Folgenden dokumentieren wir den offenen Brief an das Boutique Hotel Buchholz den wir gemeinsam mit vielen anderen Initiativen & Gruppen formuliert haben.

Da nicht auszuschließen war, dass sich Max Ostermeier und die AfD mithilfe einer Täuschung in das Hotel eingebucht haben, haben wir vor Veröffentlichung dieses Briefes der Geschäftsführung die Möglichkeit zur Stellungnahme gegeben. In ihrer Antwort betont sie zwar, dass Rechtsextremismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit keinen Platz in ihrem Haus haben, das Hotel aber allen „demokratisch zur Wahl stehenden“ Parteien offen stünde und meint damit implizit auch die rechtsextreme AfD.

Kein Raum der AfD!
Offener Brief an das Boutique Hotel Buchholz

Sehr geehrter Matthias Kampmann,
sehr geehrter Tobias Nikolaides,

mit Entsetzen mussten wir feststellen, dass der Bürgermeisterkandidat der rechtsextremen Partei AfD, Max Ostermeier, am kommenden Freitag, 28. August, 19 Uhr (Einlass 18:30 Uhr) zu einem „Wirtschaftsdialog“ in Ihr Hotel einlädt. Ihre Mitarbeitenden haben auf telefonische Nachfrage, ob ihnen bekannt sei, dass es sich bei der Buchung um eine AfD-Veranstaltung handelt, an die „Chefetage“ verwiesen. Daher schreiben wir Ihnen als Geschäftsführer der BHB Boutique Hotel Buchholz GmbH.

Max Ostermeier ist Mitglied des seit Februar 2026 vom Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextremistisch“ eingestuften niedersächsischen AfD-Landesverbandes. Diese Entwicklung hat die Buchholzer Wirtschaftsrunde zu der couragierten Entscheidung bewegt, Ostermeier als einzigen Bürgermeisterkandidaten nicht zu ihrer Podiumsdiskussion am 20. August einzuladen. „Rechtsextremistische Positionen stehen nicht im Einklang mit den Werten der Buchholzer Wirtschaftsrunde“, so die klare Haltung des 1. Vorsitzenden Oliver Weiß. Die Veranstaltung in Ihren Räumlichkeiten hat Max Ostermeier als Reaktion an die Nicht-Einladung der Wirtschaftsrunde angekündigt.

Auch wenn sich Ostermeier als pragmatischer Kommunalpolitiker und bürgerlicher Unternehmer inszeniert, so offenbart doch der Blick auf und in seine politische Rahmenstruktur sowie sein direktes Umfeld die alarmierende Nähe zu extrem rechten Kreisen und Positionen:

Robert Offermann ist Kreisvorsitzender der AfD Harburg-Land und somit wie Ostermeier Mitglied des Kreisvorstands. Beide treten gerne gemeinsam an Wahlkampfständen und in Social Media-Beiträgen auf. Offermann pflegt Verbindungen zur rechtsextremen „Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland“, gehört der rechten Studentenverbindung „Germania Marburg“ an, nahm an mindestens einem Neonazi-Aufmarsch in Dresden teil und bezeichnete den Holocaust schon mal als „Offenkundigkeit“, die diskutiert werden „muss und darf“.

Julia Gehrckens gehört ebenfalls dem Kreisvorstand an und ist zudem Mitglied im Bundesvorstand der AfD-Jugendorganisation. Bei ihrer Wahl auf der Grundungsversammlung der „Generation Deutschland“ drohte sie mit „millionenfacher Remigration“ und bezeichnete u.a. Feminismus als „geisteskrank“. Gehrckens wurde sogar schon vom eigenen AfD-Landesverband für ihre rassistischen und antisemitischen Aussagen gerügt, nachdem sie Pforzheim als „gottlose Kanackenstadt“ bezeichnete und die Verschwörungserzählung wiederholte, die Banken in den USA würden Juden gehören. Sie gehört dem extrem rechten Frauennetzwerk „Lukreta“ an.

Wir sind fest davon überzeugt, dass eine rechtsextreme Partei und ihr Bürgermeisterkandidat nicht zu einem Hotel im Herzen der bunten und lebenswerten Stadt Buchholz passen. Zeigen Sie Haltung und haben Sie Mut:

Stornieren Sie die Buchung von Max Ostermeier!

Kein Raum für Demokratiefeindlichkeit, Rassismus und Faschismus!

Mit freundlichen Grüßen,
die Unterzeichnenden:

logos unterzeichnerinnen

 

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