Maja beendet den Hungerstreik

Heute, am 14. Juli 2025, hat Maja nach 40 Tagen den Hungerstreik beendet. Maja ist stark geschwächt. Die Herzfrequenz war zeitweise auf 30 gesunken. Ohnmachtsanfälle bis hin zum Herzstillstand wurden für möglich gehalten, irreversible Organschäden befürchtet.
Bis zuletzt ignorierten die ungarischen Behörden Majas Forderung nach Rücküberstellung. Auch eine Verlegung in den Hausarrest wurde abgelehnt. Sogar im Haftkrankenhaus war Maja 24 Stunden am Tag völlig isoliert.
Majas Vater, Wolfram Jarosch sagt dazu: „Das Bundesverfassungsgericht hat festgestellt, dass die Auslieferung gegen das Grundrecht nach Artikel 4 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union (Folterverbot) verstößt. Diese Grundrechtsverletzung dauert seit über einem Jahr an. Seitdem wird mein Kind durch Isolationshaft psychisch gefoltert. In Ungarn findet kein rechtsstaatliches Verfahren, sondern eine Art Schauprozess statt. Frankreich und Italien haben nicht nach Ungarn ausgeliefert. Georgia Meloni hat sich in einem ähnlichen Fall persönlich für Ilaria Salis eingesetzt. Herr Wadephul sagt, er wolle sich jetzt endlich auch für Maja einsetzen. Nun erwarten wir Ergebnisse. Die Rechtsstaatlichkeit muss wiederhergestellt werden, Maja muss zurückkommen nach Deutschland!“
Maja muss nach fast 6 Wochen des Hungerns langsam und vorsichtig wieder anfangen, Nahrung zu sich zu nehmen, um die potenziell lebensbedrohlichen Symptome des Refeeding-Syndroms zu vermeiden.
Als Solidaritätskomitee, Majas Familie und Unterstützende sind wir stolz auf Maja. Mit Unglaublicher Stärke, Kampfgeist und Entschlossenheit, trotz Isolationshaft in einem fremden Land hat Maja durchgehalten und bundes- und europaweit Aufmerksamkeit geschaffen.
Der Kampf für Gerechtigkeit wird weitergehen. Wir werden Maja nicht im Stich lassen und keine Ruhe geben, bis Maja wieder bei uns ist.
Maja und auch wir möchten uns herzlich bei allen bedanken, die uns unterstützt haben – emotional und moralisch, politisch und praktisch. Diese gelebte Solidarität ist das, was Kraft gibt.
Solidaritätskomitee für Majas Hungerstreik


