Das Harburger Bündnis „Einig gegen Rechts“ startete einen aktivistischen Ausflug nach Neu Wulmstorf

Am Sonnabend zeigten auch Mitglieder des Harburger Bündnisses „Einig gegen Rechts“ eine starke Präsenz bei der Kundgebung „Neu Wulmstorf steht auf gegen Rassismus“ und beteiligten sich an der Menschenkette rund um das dortige Rathaus.
Gegen 11 Uhr füllte sich der Rathausplatz in Neu Wulmstorf zunehmend. Bei strahlendem Sonnenschein versammelten sich nach und nach rund 300 Menschen – Familien, Bürger*innen, Jugendliche und Kinder. Die Vielfalt der Altersgruppen spiegelte sich auch im bunten Bild der Kundgebung wider: Transparente, Plakate und Fahnen prägten die Szenerie, getragen von einer spürbar positiven und zugleich entschlossenen Stimmung.
Zum Auftakt der Veranstaltung wurde von der Bühne eines großen Lkw aus zunächst gewürdigt, wie viele unterschiedliche Organisationen und Einrichtungen die Kundgebung gemeinsam auf die Beine gestellt hatten. Dieses breite Bündnis verlieh der Veranstaltung von Beginn an ein starkes Signal der Geschlossenheit.
Im Anschluss richtete der Bürgermeister das Wort an die Versammelten. In seiner Ansprache betonte er eindringlich, wie wichtig es sei, Haltung zu zeigen. Neutralität, so machte er deutlich, könne es angesichts von Rassismus und Menschenfeindlichkeit nicht geben. Seine Worte trafen auf große Zustimmung und wurden mehrfach mit Applaus begleitet.
Zwischen den weiteren Redebeiträgen, die sich allesamt mit der Notwendigkeit auseinandersetzten, aktiv gegen Rassismus und gegen jene vorzugehen, die eine menschenverachtende Politik befördern, sorgte ein kleines, aber beeindruckendes Schüler*innen-Orchester für musikalische Akzente. Unterstützt von jungen Sängerinnen, die mit viel Hingabe vor allem lateinamerikanische Stücke vortrugen, verliehen sie der Kundgebung eine besondere Atmosphäre. Die Musik schuf Momente des Innehaltens und verband die Teilnehmenden auf eine emotionale Weise.
Den Höhepunkt bildete schließlich eine lange, geschlossene Menschenkette, die sich rund um das Rathaus zog. Hand in Hand setzten die Teilnehmenden ein sichtbares Zeichen der Solidarität. Besonders eindrucksvoll war dabei die symbolische Übergabe eines eigens angefertigten „Brandmauer“-Elements, das von Person zu Person weitergereicht wurde – ein starkes Bild für den gemeinsamen Schutz demokratischer Werte.

Auch das Harburger Bündnis „Einig gegen Rechts“ war mit mehreren Mitgliedern vor Ort vertreten und brachte sich mit einem eigenen Transparent sichtbar in die Kundgebung ein.
Am Ende blieb der Eindruck einer Veranstaltung, die nicht nur politisch deutlich, sondern auch menschlich verbindend war – getragen von dem gemeinsamen Willen, für Demokratie, Menschenrechte und ein respektvolles Miteinander einzustehen.







