21.05.2026: Mahnwache “keinen Aluhut für die Eberthalle” – Gegen den erneuten Auftritt von Daniele Ganser
Am 21.05.2026 tritt der Verschwörungsideologe Daniele Ganser erneut in der Friedrich-Ebert-Halle in Harburg auf. Einlass ist ab 18:30 Uhr, Beginn der Veranstaltung um 19:30 Uhr. Unter dem Titel „Die NATO – ein gefährliches Militärbündnis“, setzt Ganser erneut sein seit Jahren bekanntes Programm fort: Die Delegitimierung westlicher Demokratien, die Verbreitung von Verschwörungsideologien und die Relativierung autoritärer Regime.
Natürlich kann und muss es Kritik an der NATO, an westlicher Außenpolitik und auch an Kriegen in der Vergangenheit geben. Doch Ganser zeigt wenig Interesse an sachlicher Kritik. Stattdessen verbreitet er seit Jahren Narrative, die gezielt Misstrauen gegenüber demokratischen Institutionen schüren und autoritären Akteur:innen in die Hände spielen.
Besonders deutlich wurde das während des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Während Russland einen imperialistischen Krieg gegen eine demokratische Gesellschaft führt, relativiert Ganser immer wieder russische Verantwortung und verbreitet Narrative, die vor allem die NATO und den Westen als eigentliche Ursache des Krieges darstellen. So bezeichnete er unter anderem das Massaker von Butcha, das von der Russischen Armee an über 450 ukrainischen Zivilist:innen durchgeführt wurde als “vermutliche Fehlinformation”. Damit bedient er Argumentationsmuster, die international von autoritären und faschistischen Kräften verbreitet werden.
Gerade in einer Zeit, in der die protofaschistische Bewegung rund um Donald Trump ein faktenbasiertes Weltbild offen angreift und rechte Kräfte überall demokratische Institutionen destabilisieren wollen, halten wir diese Form der Agitation für brandgefährlich.
Hinzu kommt: Ganser verbreitet seit Jahren Verschwörungsmythen rund um die Anschläge vom 11. September 2001. Dabei suggeriert er eine mögliche Mitverantwortung oder Vertuschung innerhalb staatlicher Strukturen der USA. Gerade in Harburg sind solche Erzählungen besonders unerträglich: Mohammed Atta, einer der Haupttäter der Anschläge, lebte und studierte in Hamburg-Harburg. Teile der Vorbereitung der Anschläge wurden von der sogenannten Hamburger Terrorzelle aus mit vielen weiteren Beteiligten organisiert. Über 3000 Menschen wurden durch den islamistischen Terror ermordet.
Auch während der Corona-Pandemie trat Ganser regelmäßig im Umfeld der „Querdenken“-Szene auf und verbreitete dort verschwörungsideologische Narrative, die laut Kritiker:innen geeignet waren Menschenleben zu gefährden.
Wir sagen klar: Für Verschwörungsideologien, Antisemitismus, autoritäre Ideologien und rechte Querfronten darf es in Harburg keinen unwidersprochenen Raum geben.
Kommt vorbei und setzt gemeinsam mit uns ein Zeichen gegen Desinformation und Menschenfeindlichkeit. Wir stellen uns gegen die Verbreitung von verschwörungsideologischen Erzählungen als vermeintliches Entertainment-Programm.
📍 Friedrich-Ebert-Halle Harburg
🕡 Protest ab 18:30 Uhr
📅 21.05.2026
Einen fundierten Überblick über Gansers Wirken und seine Behauptungen findet ihr hier:
https://www.psiram.com/de/index.php/Daniele_Ganser

